Wer zuletzt lacht ...
veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass ihr weinen und wehklagen werdet, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Johannes 16,20
Dieser Vers findet sich in einer Rede Jesu, in der er sein Leiden und Sterben und seine Himmelfahrt etwas verklausuliert andeutet. Er wird weggehen, in unmittelbarer Zukunft und dann wird er wieder kommen. Und von der Zeit dazwischen spricht er auch von einer kurzen Zeit. Warum ist diese Zeit kurz, obwohl nun schon 2000 Jahre lang. Sie ist kurz für die Aufgabe, die er ihnen überträgt. Noch haben nicht alle das Evangelium gehört und wir haben noch viel zu tun.
In unserem obigen Vers, spricht er davon, dass seine Jüngern weinen und wehklagen werden, während die Welt sich freut. Die Welt, das ist die von Gott abgefallene und in Rebellion gegen ihn lebende Welt, deren sichtbarer und auch unsichtbarer Teil. Sie freute sich als sie gemeint hatte, Jesus ein für alle Mal aus dem Weg geschafft zu haben, als er am Kreuz elendig starb.
Die Welt freut sich auch heute, wenn sie meint, das Christentum überwunden zu haben, hinter sich lassen zu können. Und die Menschen in dieser Welt meinen frei zu sein, keinen Gott, keinen Glauben, keine „Bevormundung“ mehr zu brauchen. Aber was passiert nun?
Jesus erzählt einmal ein Gleichnis:
»Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Orte, sucht Ruhe und findet sie nicht. 44 Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich herausgegangen bin; und wenn er kommt, findet er es leer, gekehrt und geschmückt. 45 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes Menschen wird schlimmer als der Anfang. So wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen.«
Mt 12:43-45
Unser Land war durch die christlich abendländische Kultur ein geschmücktes Haus. Mag sein, dass auch nicht alles gut war. Dennoch war es lange Zeit ein Ort an dem Freiheit und Selbstbestimmung, die Würde des Menschen, auch des ungeborenen und behinderten, durch die biblischen Grundlagen, auf denen unser Gemeinwesen aufgebaut war, gewährleistet.
Die Grundlagen verschwinden immer mehr, die Welt freut sich und beglückwünscht sich, aber es wird ihr schlimmer ergehen als zuvor. Korruption, Lüge, Orientierungslosigkeit, Unzuverlässigkeit, Machtmissbrauch, Willkür sehen wir schon seit geraumer Zeit am Horizont aufziehen wie ein Unwetter und wir hören schon das Donnergrollen des Sturmes und Unwetters, das über uns hereinbrechen wird. In vielen Kommentaren zum Zeitgeschehen wird unsere Zeit mit der der Gesellschaft auf der Titanic vor ihrem Untergang verglichen. Die Welt freut sich an ihren Pride-Veranstaltungen und weiß nicht dass Pride (= Stolz / Hochmut) vor dem Fall kommt.
Die Jünger litten wie Hund, unter der Tatsache, dass ihr Lehrer, ihr Meister, der, von dem sie bekannten, dass er der Messias ist, der Sohn Gottes, von der Welt durch einen schmählichen Tod am Kreuz umkam. Ihre Welt war zerbrochen, ihre Hoffnung lag in tausend Scherben.
Aber dabei blieb es nicht. Jesus stand auf vom Tod und machte deutlich, dass der Tod, den menschgewordenen Sohn Gottes nicht halten konnte, dass er über dem Tod stand, Herr über alles war und auch in unserer Zeit HERR über alles ist. Wir mögen uns heute wieder fühlen, wie die Jünger damals. Die Welt belächelt uns, als fromme Spinner, die an ein Märchen glauben, das sich die frühen Christen zusammen gesponnen haben.
Aber eine Lüge kann niemanden Verändern, kann niemandem die Gewissheit der Vergebung der Sünden, des ewigen Lebens, der Gotteskindschaft und der Gegenwart des Heiligen Geistes vermitteln.
Die Jünger, als Jesus auferstanden war und ihnen und später mehr als 500 anderen Menschen begegnete, wurden von der Freude erfüllt, die ihnen Jesus verheißen hatte. Die 40 Tage in denen er ihnen täglich erschien, ließ sie gewiss werden in ihrem unerschütterlichen Glauben an den auferstandenen HERRN.
Dieselbe Gewissheit des Glaubens erleben auch wir heute, wenn wir von neuem geboren mit dem Heiligen Geist erfüllt werden und dieser Heilige Geist, die 3 Person des Dreieinen Gottes, in uns all das bezeugt, was Gott in seinem Wort offenbart und verspricht.
Und dazu gehört auch, dass Jesus wieder kommen wird. Nur wird er bei seiner zweiten Ankunft nicht mehr Versöhnung sondern Gericht bringen. Und alle die jemals gelebt haben werden vor ihm erscheinen und werden Rechenschaft ablegen über ihr Leben.
Wenn unser Name im Buch des Lebens steht, weil Jesus Christus unser HERR und Erlöser ist, werden wir nicht verurteilt, denn Jesus hat unser Urteil getragen. Wir sind durch ihn zum Leben hindurchgegangen, durch ihn, der von sich sagt, dass er die Tür, der Weg, ja das Leben selbst ist.
Foto von Elina Sazonova: https://www.pexels.com/de-de/foto/selektives-fokusfoto-der-frau-die-weissen-pullover-tragt-1927306/Weiterlesen