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28. Sep.
2025
Der Fremdling Blog-Post Bild

Der Fremdling

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen. Psalm 146,9 Vergesst die Gastfreundschaft nicht. Denn auf diese Weise haben manche, ohne es zu wissen, Engel als Gäste aufgenommen. Hebräer 13,2

Der „GER“ wie der Fremdling in diesem Vers bezeichnet wird, ist ein 1) „Aufenthaltsberechtigter“, ein „vorübergehender Bewohner“, „ein Neuankömmling, der keine ererbten Rechte hat“, ein „Ausländern in Israel, denen jedoch Rechte zugestanden werden“. Nun werden manche von uns, wenn wir das lesen, erst mal stark schlucken. Wenn das stimmt, dann haben wir noch manches zu tun. Und das stimmt. Wir haben manches zu tun, um mit unserem Gott synchron zu sein.
Aber leider ist es wie so oft. Gerne werden bei solchen Versen die Nachsätze weggelassen, weil sie unbequem sind. Der Nachsatz hier ist: „… aber er krümmt den Weg der Gottlosen.“
Der Fremdling genießt den Schutz des HERRN solange er sich an „Gesetz und Ordnung in Israel“ hält. Wenn er sich gegen die Ordnungen Gottes auflehnt, dann wird Gott eben den Schutzstatus dieses Fremdlings aufheben.
D.h. wir sind nicht verpflichtet unter allen Umständen den Schutzsuchenden Schutz zu bieten. Wenn sie den Schutz und Schutzstatus missbrauchen, verlieren sie das Recht, sie handeln gottlos.
Aber dazu muss ein Volk auch eine für alle klare, verständliche und für alle gleiche Rechtsprechung haben. Wenn der Schutzsuchende eine Sonderbehandlung erfährt, wie soll er da wissen, dass es Gesetze gibt, die für alle gelten.
In Israel mussten sich die Fremdlinge an die Gesetze des Mose halten. Sie waren nicht gezwungen den Gott Israels anzubeten, denn da macht die Heilige Schrift den Unterschied. In die Versammlung des Volkes Israels durfte nur einer kommen, der den Glauben aus freien Stücken teilte und sich durch diesen Glauben und die damit verbundenen Verpflichtungen zum Volk zählte.
Aber was die öffentliche Ordnung anging galt für alle dasselbe Recht.
Der Fremdling in unserem Text steht im Kontext der Witwen und Weisen, also der wirklich Hilfsbedürftigen. Er steht in diesem Kontext weil in den Anfängen von Israel, die Stammväter ebenso Fremdlinge waren, Menschen die keine Heimat mehr hatten, weil sie diese auf Geheiß des lebendigen Gottes verlassen hatten. Sie waren angewiesen auf den „Good Will“ der sie duldenden Lokalen Herrscher wie die Philisterkönige oder danach die Pharaonen in Ägypten.
Weil die Israeliten selbst Fremdlinge waren und unter der Sklavenherrschaft der Ägypter gelitten hatten, deshalb sollen sie den Fremdling nicht bedrücken, d.h. ihm die allgemeinen Bürgerrechte nicht entziehen, wenn er sich an Recht und Ordnung hält.
Die Herausforderung ist die, wie in der vorherigen Kolumne dargestellt, sich nicht von den Göttern der Fremdlinge vom lebendigen Gott abziehen zu lassen. Die Geschichte der Israeliten in Ägypten, die Gefahr die sie für die Ägypter wurden, zeigt dort wie in der ganzen Geschichte, wie schnell es passieren kann, dass die eigene Kultur und Religion, durch die Gäste bedroht sind.
Wer das nicht sehen will, ist gezwungen, die Fehler der untergegangenen Reiche und Kulturen zu wiederholen und selbst ihr Opfer zu werden.
Wir als Christen wissen, dass wir hier keine bleibende Stadt haben, dass wir letztlich überall Fremdlinge sind, denn unser Bürgerrecht ist im Himmel, ja unsere eigentliche Existenz ist schon im Himmel. Wir leben zwar noch hier, arbeiten hier, verdienen unseren Lebensunterhalt hier. Aber eigentlich sind wir Bürger des Himmels und werden dort hin gehen, wenn unsere Zeit hier um ist.
Das, so sagt der Hebräerbrief, war auch die Perspektive Abrahams, und deshalb ließ er sich letztlich auch nicht fest nieder in Kanaan.
Wir selbst erleben, dass man uns beäugt und hinterfragt: „Was wollen diese Christen? Wollen die einen Gottesstaat hier auf Erden, wollen die alle Christianisieren, vielleicht sogar mit Zwang, wie das in der Vergangenheit zuweilen vorkam?“
Biblisch geprägte Christen sind weit weg davon, dies zu wollen. Sie wissen, dass Gottes Reich nicht von dieser Welt ist und auch nicht in dieser Welt seine Vollendung und Erfüllung findet. Aber so lange wir hier sind wollen wir nach den Maßstäben des Reiches leben und dazu gehört, dass wir, wenn wir können, auch den Schwachen und Hilflosen helfen.

Foto von lalesh aldarwish: https://www.pexels.com/de-de/foto/die-hand-des-mannes-im-flachen-fokus-und-in-der-graustufenfotografie-167964/

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21. Sep.
2025
Gelungene Integration!!! Blog-Post Bild

Gelungene Integration!!!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Rut sprach: Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Rut 1,16

Ob der heutige Staat Israel ein rassistischer Staat ist wird viel diskutiert, weil er das Recht der Selbstverteidigung gegenüber seinen tödlichen Feinden wahr nimmt.
Die Fakten sprechen wohl eindeutig gegen diese Behauptung. Ein Viertel der Bevölkerung sind Nichtjuden in Israel und sind als solche auch im Israelischen Parlament vertreten, wenn auch die Parteienzugehörigkeit etc. diese Aufteilung nicht exakt widerspiegelt.
Historisch gesehen hat das Israelische Volk unterschiedliche Phasen durchlebt, die von Integration, von Assimilation, von Durchmischung und von Abgrenzung der Bevölkerung gekennzeichnet war. Das Problem waren nicht die anderen Ethnien, sondern die Götter, die mit den anderen Ethnien kamen, und die die Menschen von dem einen Gott, Jahweh, der der Gott Israels sein wollte und an diesem und durch dieses Volk sich der ganzen Welt offenbaren wollte, abspenstig machten.
Wir kennen den Spruch „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“ Dieser Spruch wird heute nicht so gern zitiert, weil er scheinbar „stigmatisiert und ausgrenzt“ was man auf gar keinen Fall will. Aber dieser Spruch ist die Jahrhundertelange Erfahrung des Volkes der Juden, die die Konsequenzen dieses Spruches am eigenen Leib erleben mussten, ihre immer stärkere Abgötterei war ihr Untergang.
Ist dann jede Form von Vermischung zu vermeiden?
Unser Eingangsvers ist das beste Beispiel wie es gelingen kann.
Ruth eine Moabiterin die von Natur aus keinen Zugang zu dem Volk Israels haben würde, wird Teil des Volkes und sogar Teil der Familiengeschichte Davids und des Messiases.
Aber was man bei ihr auch sehen kann: Sie integriert sich und assimiliert sich in die Israelische Gesellschaft. Sie wird eine von Ihnen und dies mit allen Konsequenzen.
Sie wird Teil des Volkes: „Dein Volk ist mein Volk!"
Sie wird Teil der Geistlichen Einheit: „Dein Gott ist mein Gott!"
Sie hat Teil an der Kultur und Tradition: „Wo du stirbst, will ich sterben, und dort will ich begraben werden.“ (V17)
Das ist ein berühmtes Beispiel für gelungene Integration.
Später dann in der Zeit des Neuen Testament wird uns von Juden und Judengenossen berichtet. Mit letzteren waren Menschen gemeint, die dem jüdischen Glauben offen gegenüber waren und irgendwann sich zu diesem Glauben bekehrten.
Bis zum heutigen Tag gibt es auch in unserem Land, wenn auch in geringer Zahl Menschen, die aus anderen Ethnien zum Judentum konvertieren.
Da das heutige Judentum nicht missioniert, ist davon auszugehen, dass viele solcher Konversionen aufgrund von Beziehungen besonders bei Eheschließungen passieren.
Wäre das Judentum rassistisch, würde dies ausgeschlossen sein.
Ruth wurde also eine der Urgroßmütter von Jesus, dem Mensch gewordenen Gottessohn, und er ist derjenige dessen Ziel es war und ist, jeden der dies will, in die Familie seines Volkes, des Volkes Gottes, des Israels Gottes hineinzubringen. Wie macht er das?
In dem er das was die Menschen trennt von ihnen nimmt.
Als Adam und Eva im Paradies waren hatten sie vor niemandem Scheu, obwohl sie splitterfasernackt waren.
Nachdem sie gesündigt hatten, sahen sie dass sie nackt waren und sie schämten sich dessen.
Sie versteckten sich vor Gott und auch letztlich voreinander. Sünde ist das was die Menschen am meisten trennt und die Sünde nimmt Jesus durch seinen stellvertretenden Opfertod weg.
Der Unterschiedliche Umgang mit Sünde trennte die Juden von den Heiden.
Erstere hatten eine ganz klare Vorstellung was Sünde ist und letztere hatten ihre eigenen davon abweichende Vorstellung davon, und wie man mit ihr umgeht.
Die Trennung der Juden und Heiden war sogar im Tempel sichtbar. Die Heiden durften nur in den Vorhof, selbst wenn sie an den Gott der Juden glaubten. Erst als vollwertige Juden durften sie in den Tempel.
Paulus sagt, dass Jesus die Trennwand niedergerissen hat, zwischen Juden und Heiden, weil die Antwort auf die Sünde nicht die unterschiedlichen Opfer waren, so viele dies auch sein mochten, sondern einzig und allein das eines Menschen ohne jede Sünde. Und das war Jesus selbst.
ER ermöglicht die vollständige Integration, denn er ist das Zentrum, um das herum sich alle Menschen, die an Ihn glauben, reihen und ausrichten.
Jeder menschliche Integrationsversuch egal in welchem Umfeld scheitert. Der Zerfall des Ostblocks hat dies überdeutlich gezeigt. Jeder Zwang scheitert früher oder später. Allein der freiwillige Schritt eines Menschen in die Nachfolge Jesu macht aus ihm ein Glied am Leibe Jesu, ein Teil seines Volkes, ohne wenn und aber.

Foto von Diva Plavalaguna: https://www.pexels.com/de-de/foto/hande-festhalten-halten-begrifflich-6147357/

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14. Sep.
2025
Kein Zweckoptimismus! Blog-Post Bild

Kein Zweckoptimismus!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil. Habakuk 3,18

In der letzten Kolumne habe ich über den „zuverlässigen Schutz“ geschrieben, der uns in Not und Angst helfen kann. Habakuk lebte in etwa in der Zeit der Letzten Zuckungen des Königreiches Juda, bevor es von den Babyloniern platt gemacht wurde. Die Zeichen des Niederganges und des Gerichtes sind überall zu sehen. In seinem Gebet im Kapitel 3, aus dem auch unser Vers stammt wird dies deutlich. Der Vers unmittelbar vor unserem Vers macht das deutlich.

»Denn der Feigenbaum blüht nicht, und an den Reben ist kein Ertrag. Der Ölbaum versagt ‹seine› Leistung, und die Terrassen‹gärten› bringen keine Nahrung hervor. Die Schafe sind aus der Hürde verschwunden, und kein Rind ist in den Ställen.«
Hab. 3:17

Trostloser kann man eine Situation nicht beschreiben. Eine totale wirtschaftliche Katastrophe wird beschrieben. Heute würde man sagen: „Die Fabrikhallen sind leer, keine Transporter verlassen sie mehr mit Produkten, man sieht keine Arbeiter mehr und die Tore sind geschlossen“. „Die Felder und Höfe sind verödet, keine Ernte wird mehr eingefahren.“ „Nur noch Ruinen der Vergangenheit sind sichtbar.“
Da scheint es fast schon das Lachen eines Irren zu sein, das im Vers 18 zu hören ist. Er scheint, so denken wir, den Verstand verloren zu haben, angesichts des Elendes, das um ihn herum herrscht.
Aber das täuscht. Den Verstand verlieren nur die, die sich von der Zukunft überrollen lassen, weil sie keine Ahnung haben, was sie trifft. Habakuk wird nicht von der Zukunft ,die zur bitteren Gegenwart wird, überrollt. Er weiß ja, was da auf ihn zukommt und wer der Urheber des ganzen ist.
Gott hatte es seinem Volk von Anfang an unmissverständlich angekündigt. Wenn es mit ihm, in der Abhängigkeit von ihm, in der Treue zu ihm leben würde, würden sie alle seine Segnungen erleben. Und es gab Zeiten in denen sie Gott mit ihrem ganzen Herzen nach folgten und sie erlebten dass sie obwohl eine relativ kleine Nation zu einer regionalen Großmacht wurden. Gott hielt Wort.
Aber er sagte ihnen auch, dass wenn sie ihm den Rücken kehren würden, sie seine Rute, sein Gericht erleben würden und er sie vernichten, aus ihrem Land vertreiben und in Gefangenschaft führen würde. Und auch das geschah, so wie es Gott angekündigt hatte.
Habakuk war nicht überrascht, denn er war einer der Propheten, der seinen Zeitgenossen im Auftrag Gottes ankündigte, dass genau diese Zukunft auf sie warten würde.
Habakuks Lebensfreude hängt nicht an den Umständen, sondern an seinem Gott, der immer derselbe ist. Der sich und seinem Wort treu ist, ob es die Segen-Zusagen sind oder die Fluch-Ankündigungen.
Mancher von uns kennt noch die Redewendung „Er ergriff sein Heil in der Flucht“. Gemeint ist: Er brachte sich in Sicherheit, vor drohendem Ungemach“, aus welcher bedrohlichen Situation auch immer das sein mag.
Damit ist schon viel zu dem Begriff Heil gesagt. Der biblische Begriff hier beinhaltet all das: Sicherheit, Schutz, Rettung, „ganz bleiben“.
Es ist dieselbe Wurzel die auch im Wort Josua oder Jeshua = Jesus enthalten ist. Jesus ist Heil, Rettung, Sicherheit, Schutz. ER macht uns wieder ganz.
So wie Habakuk sich in und an seinem Gott freuen konnte und mit Zuversicht in die Zukunft schauen konnte, so können wir es auch.
Auch wenn es scheint, dass auf dieser Erde die Dinge immer mehr auf das angekündigte Ende zusteuern, so wissen wir, dass wir in Jesus einen zuverlässigen Schutz haben und deshalb Grund zur Freude mitten im Leid, mitten im Abgesang auf eine Zeit, die nicht mehr wieder kommen wird.

»Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist die Schande der Völker.«
Spr. 14:34

Wenn es keine echte Bußbewegung und Erweckung in unserem Land gibt, dann wird sich dieser Vers auch bei uns erfüllen.
Die Gottlosigkeit, die sich in der Gesellschaft durch Unmoral, Lüge, Betrug, Machtmissbrauch, ungerechtes Urteil, Bestechlichkeit, etc. von der Spitze herunter auslebt wird ihre Konsequenzen haben. Kein Volk kann unter solchen Umständen bestehen.
Aber wenn wir, die wir den lebendigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist kennen, ihn ehren, ihn suchen, seinen Willen beherzt und konsequent tun, und für unser Volk eintreten in der Fürbitte, dann werden wir vielleicht, wenn es Gottes Wille ist, auch erleben, dass er uns noch einmal gnädig ist.

Foto von Jacub Gomez: https://www.pexels.com/de-de/foto/foto-des-mannes-der-auf-felsen-nahe-der-kuste-steht-1142948/

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07. Sep.
2025
Ein zuverlässiger Schutz! Blog-Post Bild

Ein zuverlässiger Schutz!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich gefunden. Psalm 46:2

Wenn man die Nachrichten etwas verfolgt, dann kann es einem ganz anders werden. Vor kurzem wurde das Grundgesetz geändert um mehr Schulden aufnehmen und damit die anstehenden Probleme bewältigen zu können. Nun hören wir von den einen, dass die Steuern erhöht werden sollen, von den anderen ,dass das überhaupt kein Thema ist. Aber gleichzeitig wird uns gesagt, dass der Sozialstaat nicht mehr zu finanzieren ist und die Rentner zu viel bekommen, länger arbeiten sollen und sowieso noch ein Dienstjahr (Sozial oder Bundeswehr) an ihre Berufstätigkeit anhängen sollen. Putin plane bis an die Donau vorzudringen, weshalb wir uns bis an die Zähne bewaffnen sollen, was gar nicht geht, weil wir eh alle Waffenvorräte Richtung Ukraine geleert haben.
Es ist erstaunlich, wie sehr sich die Situation in unserem Land geändert hat. Den einen oder anderen der schon etwas länger hier Lebenden bringt das zum Nachdenken, Zweifeln und manchen auch zum Fürchten.
Aber Furcht und Angst ist das Machtinstrument der Mächtigen schlechthin.
Ich kann mich noch an die Warnungen vor der kommenden neuen Eiszeit erinnern, als ich Jugendlicher war.
Das Ende der Erdölära wurde uns damals schon als Horror angekündigt.
Dann sahen wir die Schreckensbilder der sterbenden Wälder wegen des sauren Regens.
Begleitend gab es die Angst vor dem umkippen des kalten Krieges in einen heißen Krieg.
Der Zusammenbruch des Ostblockes und das Ende der Bedrohungslage schien eine Ära des himmlischen Friedens zu bringen und gewährte eine kurze Atempause.
Aber das digitale Zeitalter bescherte uns die Angst vor dem Jahrtausendbugg.
Und dann ging es nach 9/11 bald darum die Demokratie am Hindukusch zu verteidigen,
Die Immobilienkrise, die darauffolgende Bankenkrise und die Eurokrise trieben wieder eine Welle der Angst vor sich her.
Der islamische Frühling und die darauf folgenden dunklen Wolken des alles bedrohenden „IS“ schufen eine neue Weltlage.
Die Grenzöffnungen und das dabei mantrahaft wiederholte Glaubensbekenntnis der damaligen Kanzlerin „Wir schaffen das“ begleitete uns durch alle Meldungen von überfüllten Aufnahmezentren, randalierenden Aufgenommenen und den dies alles begleitenden Gewaltdelikten in der Öffentlichkeit.
Aber all das wurde durch die Angst vor dem Weltuntergang, den Schreckensbildern von durch die Hitze explodierenden Gehirnen, auf dem Asphalt festklebenden Fußgängern und sich selbst entzündenden Wäldern übertroffen.
Bis dass dann eine noch schlimmere Angst kam. Wir könnten alle an einem Virus sterben, dieses Virus asymptomatisch weiter geben und damit selbst, wenn wir uns nicht impfen lassen, ohne es zu wissen, zu Massenmördern zu werden.
Als das bewältigt war, entspann sich der Ukraine Krieg, der nun alle Ressourcen zu verschlingen scheint und zu einem gesamteuropäischen Krieg ausarten kann.
Das ist nur eine kurze Chronologie der Angst.
Und nun, was können wir da tun?
In dieser Situation gibt es für einen Christen nur eine Lösung Gott.

»Gott ist uns Zuflucht und Stärke, [als / ein] Beistand in Nöten, reichlich gefunden.«

Gott ist immer Zuflucht, Stärke, Beistand. Und besonders will er es sein in den Nöten, in den Situationen, in denen wir nicht mehr weiter wissen, in denen wir von Angst, Sorgen, Furcht, Panik, Horror, überwältigt zu werden drohen.
Er will es zu allen Zeiten sein. Er will nicht nur der Gott der Lücken sein, der Lückenbüßer. Nein, er will es sein, wenn es uns gut geht, wenn wir sorglos sind, wenn wir keinen Grund haben uns zu ängstigen, dann will er unser Gott sein, zu dem wir kommen, nicht um ihn um Hilfe und Beistand anzuflehen, sondern, um ihm zu danken, ihn zu loben, für das Gute das wir erfahren haben.
Aber wenn wir das versäumt haben, vergessen haben, für unnötig hielten, dann kann es sein, dass wir zu ihm kommen, wenn wir nicht mehr weiter wissen, wenn wir nur noch ihn haben, weil alle anderen Hilfen, Beistände, Quellen der Sicherheit, versagt haben.
Und wenn man den Vers gründlich anschaut, dann fällt auf, dass er aussagt dass Gott reichlich gefunden wird. Gott ist nicht knauserig und lässt uns am ausgestreckten Arm hängen. Wenn wir mit Aufrichtigkeit zu ihm kommen, dann wird er sich bitten lassen, uns unsere Angst zu nehmen, uns zu schützen, uns Ruhe in unsere Gedanken und unser Herz geben, wenn alles um uns drunter und drüber geht.
Das Wort Zuflucht hat den Aspekt des Schutzes bei Regen. Gott ist unser Unterstand, er hält seine Hand über uns. Der Regen fällt trotzdem, aber er hält ihn für uns ab.
Am deutlichsten wird dies durch seinen Sohn. Jesus ist unser Schutz, denn er hat sich zwischen das unvermeidlich notwendig kommende Gericht über alle Ungerechtigkeit und uns gestellt. Er hat seine Arme am Kreuz ausgebreitet wie einen Schutzschirm und uns mit seinem Blut bedeckt.
Und dieser Schutz durch Jesus Christus kann viel unbegrenzt gefunden werden, von allen die diesen Schutz suchen. Denn jeder Mensch braucht ihn, aber nur wenige wissen, wie dringend sie ihn brauchen.

Foto von Liam Ortiz: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-mit-regenschirm-auf-einem-felsigen-fussweg-am-meer-1921546/

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31. Aug.
2025
Eine unbequeme Wahrheit! Blog-Post Bild

Eine unbequeme Wahrheit!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wohl allen, die auf ihn trauen! Psalm 2,12

Das Christentum ist ein zahnloser Tiger geworden, der noch nicht einmal mehr brüllt. Er hat inzwischen so viel Kreide gegessen, dass Kreide zu seinem Wesen geworden ist.
Das zeigt sich in all unseren Bemühungen und Anstrengungen der letzten Jahrhunderte, seit der Aufklärung, in der wir dem Zeitgeist hinterherlaufend uns ihm anbiedern und uns ein Jahrzehnt oder zwei später den Werten und Idealen des Zeitgeistes anschließen.
Wir haben uns das zweischneidige Schwert des geoffenbarten Wortes Gottes entreißen lassen und nun fuchteln wir mit einem Plastikschwert in der Gegend herum, das den äußeren Anschein von einem Schwert hat, aber niemandem weh tut. Denn das ist das Letzte, was wir wollen. Obwohl doch das Wort Gottes von sich sagt:

»Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens«
Hebr. 4:12

Unser kurzes Zitat aus dem Psalm 2 ist das beste Beispiel für unsere Weichgespültheit. Wir picken uns gerne das heraus, was uns angenehm ist. Der ganze Vers jedoch lautet:

»Küsst den Sohn, dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich alle, die sich bei ihm bergen!«

Der ganze Psalm ist einer der messianischen Psalmen, der von dem kommenden Messias spricht und in diesem Fall nicht nur von dem als leidenden Gottesknecht, sondern von dem Messias, dem Sohn Gottes, der am Ende der Zeit zum Gericht kommt.
Und wenn wir Jesus Christus nicht zur rechten Zeit unseren Herrn sein lassen, werden wir am Ende unsere Knie beugen vor dem Richter, der dann keine Gnade kennen wird.
Paulus sagt im Epheserbrief:

»Durch Christus Jesus haben wir Freimut und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn.«
Epheser 3,12

Die Menschen der westlichen Welt haben die Furcht Gottes vergessen, sei dies durch ein weichgespültes Christentum, sei dies durch den schlichten Unglauben oder den offenen Atheismus. Gott als höchste Instanz spielt keine Rolle und deshalb hat man auch keine Furcht mehr vor ihm. Deshalb macht für die meisten Menschen die Aussage von Paulus nicht wirklich Sinn. Denn weshalb brauchen ich Zuversicht durch den Glauben?
In Ländern in denen totalitäre Herrscher sich Gott gleich gebärden, ist das mit der Furcht schon etwas anderes. Und auch in unseren Breiten kann man schon mal von Furcht bestimmt sein, wenn man einen Brief vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft bekommt.
Der ungeöffnete Brief wirft die Frage auf: „Was habe ich getan, was wird mir vorgeworfen?“
Bis man nach Öffnen des Briefes feststellt, dass man als Zeuge geladen wird oder dass eine Anzeige, die man gestellt hat, nicht weiter verfolgt wird.
Da spüren wir noch etwas von dem Hauch der Furcht, der uns ansonsten völlig abhandengekommen ist.
Jesaja fordert das Volk Gottes auf:

»Den HERRN der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken!«
Jes. 8:13

Wenn wir als von Jesus Christus Erlöste in einer gesunden Gottesfurcht, nach den Ordnungen und Geboten Gottes leben, gibt es keinen Grund irgendjemanden sonst zu fürchten, denn wir wissen, dass wir vor Gott in Heiligkeit und Reinheit leben und wir keine menschliche Anklage zu fürchten haben. Sei sie weltlich noch so begründet.

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