Wenn Gott nicht mit uns ist!
veröffentlicht in Sonntagsblog
Mose sprach zu dem HERRN: Wenn nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf. 2. Mose 33:15 Sie nahmen Palmzweige und gingen hinaus Jesus entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! Johannes 12:13
Mose war sich, mehr als alle anderen, bewusst, dass die Gegenwart und das Mitgehen Gottes von essenzieller, also lebenswichtiger Bedeutung ist.
Paulus sagt es auf seine Weise:
»Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?«
Röm. 8:31
Wenn Gott nicht mit uns ist, dann gibt es keine Hoffnung auf Beständigkeit und Nachhaltigkeit. Wenn Gott die letzte Realität ist, dann sind wir alle von dieser Realität abhängig. Wenn wir uns aber von dieser letzten Realität trennen dann haben wir keinen Bestand. Es bleibt nichts von all unserem Bemühen und unserem Streben.
»Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.«
1. John 2:17
Daher muss alles was unsere Politiker, Wirtschaftslenker, Investoren und Führer der Kirchen tun vergehen, wenn es nicht mit Gott getan ist. Wie schnell das gehen kann, hat uns das letzte Jahrhundert gezeigt, in dem ein „Tausendjähriges Reich“ beginnen sollte, das nur 12 Jahre überlebte und in totalem Ruin endete.
Und obwohl das ganze Volk diese Lehre empfing, scheint es nichts gelernt zu haben. Wir leben wieder völlig losgelöst von Gott. Wir brechen seine Gebote, mit eine Lust und Wonne, die ihresgleichen sucht. Wir beten andere Götter an, beheimaten Religionen, die hier keine Heimat hatten, die antichristlich sind. Wir schlachten Kinder im Mutterleib ab, und wir zerstören die einzige Institution, die das Überleben der Menschheit garantieren kann, die Familie von Mann und Frau und Kindern.
Und es drängt sich der Verdacht auf, dass das gerade eben nicht gewünscht ist, das Überleben der Menschheit, weil diese als Krebsgeschwür des Planeten betrachtet wird. Nicht anders kann dieser Selbsthass der westlichen jüngeren Generationen interpretiert werden.
Nitzsche hat es wohl richtig eingeschätzt: Der Tod Gottes führt zum Nihilismus. Die Existenz des Menschen macht keinen Sinn, er kann weg.
Nur mit Gott, wenn er mit uns ist, wenn er unser Schöpfer ist, dem wir uns verantworten, und für den wir leben, haben wir eine Zukunft, wird Zukunft gestaltet. Und nur mit Gott können wir von der offensichtlichen Endlichkeit der Welt in die Ewigkeit seiner Existenz hineinkommen, und muss uns die Endlichkeit dieser Welt nicht mehr schrecken.
Wird Gott mit uns sein, wenn wir zu den mehr oder weniger bewohnbaren Planeten fliegen?
Wenn wir uns auch ihrer Endlichkeit und der Notwendigkeit der ewigen Existenz in seiner Gegenwart bewusst sind, wird er auch dort mit uns und bei uns sein, denn er ist überall.
Wenn wir uns bewusst sind, dass wir uns vielleicht ein zeitliches Überleben sichern können, wird er uns darin helfen.
Wenn wir uns zu unserem eigenen Schöpfer machen, wird er all unseren Bemühungen widerstehen. Der Versuch im Turmbau zu Babel, sich seiner eigenen All-Macht zu vergewissern, endete für die Menschen im Fiasko. Und alle anderen Versuche werden ebenso in Katastrophen enden, wie die des 2. Weltkrieges.
Wenn Gott aber für und mit uns ist, auf unserem Weg ihm zu gefallen, seinen Willen zu tun, dann wird er mit uns sein und nichts wird uns unmöglich sein.
Foto von Ivan S: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-hand-schatten-festhalten-4899529/