Eine unbequeme Wahrheit!
veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen
Wohl allen, die auf ihn trauen! Psalm 2,12
Das Christentum ist ein zahnloser Tiger geworden, der noch nicht einmal mehr brüllt. Er hat inzwischen so viel Kreide gegessen, dass Kreide zu seinem Wesen geworden ist.
Das zeigt sich in all unseren Bemühungen und Anstrengungen der letzten Jahrhunderte, seit der Aufklärung, in der wir dem Zeitgeist hinterherlaufend uns ihm anbiedern und uns ein Jahrzehnt oder zwei später den Werten und Idealen des Zeitgeistes anschließen.
Wir haben uns das zweischneidige Schwert des geoffenbarten Wortes Gottes entreißen lassen und nun fuchteln wir mit einem Plastikschwert in der Gegend herum, das den äußeren Anschein von einem Schwert hat, aber niemandem weh tut. Denn das ist das Letzte, was wir wollen. Obwohl doch das Wort Gottes von sich sagt:
»Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens«
Hebr. 4:12
Unser kurzes Zitat aus dem Psalm 2 ist das beste Beispiel für unsere Weichgespültheit. Wir picken uns gerne das heraus, was uns angenehm ist. Der ganze Vers jedoch lautet:
»Küsst den Sohn, dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich alle, die sich bei ihm bergen!«
Der ganze Psalm ist einer der messianischen Psalmen, der von dem kommenden Messias spricht und in diesem Fall nicht nur von dem als leidenden Gottesknecht, sondern von dem Messias, dem Sohn Gottes, der am Ende der Zeit zum Gericht kommt.
Und wenn wir Jesus Christus nicht zur rechten Zeit unseren Herrn sein lassen, werden wir am Ende unsere Knie beugen vor dem Richter, der dann keine Gnade kennen wird.
Paulus sagt im Epheserbrief:
»Durch Christus Jesus haben wir Freimut und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn.«
Epheser 3,12
Die Menschen der westlichen Welt haben die Furcht Gottes vergessen, sei dies durch ein weichgespültes Christentum, sei dies durch den schlichten Unglauben oder den offenen Atheismus. Gott als höchste Instanz spielt keine Rolle und deshalb hat man auch keine Furcht mehr vor ihm. Deshalb macht für die meisten Menschen die Aussage von Paulus nicht wirklich Sinn. Denn weshalb brauchen ich Zuversicht durch den Glauben?
In Ländern in denen totalitäre Herrscher sich Gott gleich gebärden, ist das mit der Furcht schon etwas anderes. Und auch in unseren Breiten kann man schon mal von Furcht bestimmt sein, wenn man einen Brief vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft bekommt.
Der ungeöffnete Brief wirft die Frage auf: „Was habe ich getan, was wird mir vorgeworfen?“
Bis man nach Öffnen des Briefes feststellt, dass man als Zeuge geladen wird oder dass eine Anzeige, die man gestellt hat, nicht weiter verfolgt wird.
Da spüren wir noch etwas von dem Hauch der Furcht, der uns ansonsten völlig abhandengekommen ist.
Jesaja fordert das Volk Gottes auf:
»Den HERRN der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken!«
Jes. 8:13
Wenn wir als von Jesus Christus Erlöste in einer gesunden Gottesfurcht, nach den Ordnungen und Geboten Gottes leben, gibt es keinen Grund irgendjemanden sonst zu fürchten, denn wir wissen, dass wir vor Gott in Heiligkeit und Reinheit leben und wir keine menschliche Anklage zu fürchten haben. Sei sie weltlich noch so begründet.
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