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15. März
2026
Auf wen verlassen wir uns? Blog-Post Bild

Auf wen verlassen wir uns?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen. (2. Chronik 25,8)

Amazja ist ein König Judas von 796-767 v.Chr. , der zunächst gut beginnt, wie so viele vor und nach ihm. Und dann will er in den Krieg ziehen und stellt fest, dass er vielleicht nicht genug Truppen hat und heuert vom israelischen Nordreich noch Söldner an. Ein Prophet weist ihn dann darauf hin, dass seine Sicherheit, seine Stärke nicht in seiner eigenen Kraft noch in der überlegenen Zahl seiner Kämpfer sein sollte.
Er schickt die Söldner dann zurück, die aber in seiner folgenden Abwesenheit sein Grenzgebiet plündernd und mordend durchziehen, während er eine erfolgreiche Kampagne gegen Edom durchführt.
Aber er nimmt die Götter der Edomiter mit. Es ist nicht auszuschließen, dass er, als er hört, was diese Söldner seinem Volk angetan haben, sich erzürnt von Gott abwendet und den Göttern der Edomiter, die er gerade geschlagen hatte, zuwendet.
Manchmal, wenn wir uns entschieden haben unser Leben ganz auf Gott und seinen Willen hin auszurichten, erleben wir, dass wir uns in Schwierigkeiten befinden.Und wir fragen uns:

Wie konnte das passieren?
Hat Gott uns allein gelassen?
Ist es vielleicht doch sinnlos sich auf Gott einzulassen?

Warum hat Gott es zugelassen, dass die marodierenden Söldner die Grenzregion verwüsten?
Gott lässt offensichtlich diese Dinge aus unterschiedlichen Gründen zu, Gründe die auf der Hand liegen, wie die, dass er sehen will, ob wir ihm auch treu sind, auch wenn es mal eng wird, nicht alles so glattläuft, wie wir uns das wünschen.
Vielleicht sollte Amazja auch sehen, wen er da eigentlich angeheuert hatte, um sich solche Aktionen vorher zu überlegen und vielleicht Gott und seinen Rat zu suchen.
Auf alle Fälle zeigt die weitere Geschichte, dass Amazja diesen Test nicht besteht. Nicht allein wirft er sich vor den Göttern nieder, die sich bei den Edomitern als nutzlos erwiesen haben, er weigert sich fürderhin auf den Propheten Gottes zu hören. Und stürzt sich in ein militärisches Abenteuer gegen den König des Nordreichs, das er verliert.
Gott prüft uns in unserem Leben immer wieder. Nicht so sehr, um zu sehen, wie wir reagieren und ob wir uns bewähren, sondern in der Hauptsache, um uns zu zeigen, wo wir stehen. Denn allzu oft sehen wir uns in einem besseren Licht als wir wirklich sind. Aber wenn wir wirklich wachsen und vorwärtskommen wollen, dann müssen wir eine realistische Sicht und Wahrnehmung von uns bekommen, um zu wissen, was uns noch fehlt.
Amazja hätte sich unter Gott demütigen, ihn um Verzeihung bitten und sich ganz ihm ausliefern können und Gott hätte ihn mit Sicherheit wieder angenommen und weiter geführt.
Gott liebt es, uns gnädig zu sein, wenn wir erkennen, dass wir seine Gnade brauchen.
Das zu erkennen ist wahrscheinlich die wichtigste Lektion unseres Lebens überhaupt. Denn wir können nur wirklich wachsen, wenn wir uns von Gott an der Hand nehmen lassen, in seiner und durch seine Gnade wachsen, immer mehr in die Menschen hineinwachsen, die wir nach seinem Willen sein sollen.
Dann erleben wir, dass wir mit Gott immer in der Übermacht sind, selbst wenn wir mit ihm allein sind.
Die ganze Stadt Nazareth war nicht in der Lage Jesus zu überwinden, als er von den Klippen weg durch sie hindurchschritt. Sie konnten ihn nicht die Klippen hinunterwerfen. Niemand kann Gott und denen, mit denen er ist, widerstehen.
In seiner Kraft steht es immer zu helfen, wenn er es für notwendig erachtet. Und wenn wir meinen wir könnten ohne ihn, dann wird uns keine Macht dieser Welt gegen ihn helfen können.

Foto von James Wheeler: https://www.pexels.com/de-de/foto/foto-des-weges-umgeben-von-tannenbaumen-1578750/

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08. März
2026
Gott, lass deine Gnade nicht vorbeigehen! Blog-Post Bild

Gott, lass deine Gnade nicht vorbeigehen!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber. 1.Mose 18,3

Sagt der Patriarch Abraham zu Gott, als dieser ihn in der Gestalt von 3 Männern besucht. Schon damals liebte es Gott seine Dreiheit immer wieder anzudeuten.
Er kommt, um Abraham anzukündigen, dass er binnen eines Jahres einen Nachkommen von der Sarah haben würde.
Und ebenso teilt er ihm mit, dass er Sodom und Gomorrha vernichten will.
Dass Gott diese Nachrichten bringen würde, wusste Abraham nicht. Er wusste nur, dass der HERR da ist und er wusste, dass es eine Gnade ist, wenn er in das Leben von Menschen trat.
In unserer Gesellschaft und ihrem Denken ist Gott so auf die Seite geschoben, so klein gemacht, dass wir wirklich keine Ahnung davon haben, wer Gott eigentlich ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass unsere großen Kirchen den menschgewordenen Sohn Gottes gerne klein, als kleines Kind in der Krippe, als kleines Kind auf dem Arm der Maria darstellen.
Und da können wir leicht vergessen, wer Jesus wirklich ist. Er sitzt zur Rechten des Vaters, er ist seine rechte Hand, er handelt und regiert zum gegenwärtigen Zeitpunkt und er ist der Herr über alle Herren, der König über alle Könige. Vor ihm muss sich jedes Knie beugen und wird sich jedes Knie beugen, ob es das will oder nicht.
Und die Gnade, wenn Jesus in unser Leben tritt, ist nicht kleiner als zur Zeit Abrahams.
Ihm war er gnädig, nahm seine Gastfreundschaft an, verweilte bei ihm eine längere Zeit, denn ein Kalb zu schlachten und zuzubereiten dauert seine Zeit, selbst für einen geübten Koch.
Gott war sogar bereit gnädig zu sein, wenn sich in den Städten 10 gerechte gefunden hätten. Aber selbst das war zu viel erwartet für diese verkommenen Orte.
Orte in denen die männlichen Gäste von Lot, dem Neffen von Abraham, der dort wohnte, nicht sicher waren. Denn alle Bewohner der Stadt Sodom wollte sich an den beiden vergehen, sie vergewaltigen. Es war also ein Ort, in dem Homosexualität gelebt und diese Männer als „Frischfleisch“ betrachtet wurden, mit denen man seinen Spaß haben wollte.
Wie weit sind diese Städte von unserer heutigen Gesellschaft noch entfernt?
Und keine zehn Gerechte wurden dort gefunden, das war die Zahl, auf die Abraham Gott heruntergehandelt hatte. Und sie wurden nicht gefunden. Gott war bereit Gnade walten zu lassen. Aber diese Städte gaben ihm keinen Anlass, da war keine Buße, kein Empfinden mehr für Recht und Ordnung. Pure Willkür und Gewalt, die das Gericht Gottes forderten.
Wir erleben heute keinen Tag, der nicht neue Details des Epstein-Netzwerkes und seiner Machenschaften offenbart. Und vieles was unsagbar und undenkbar ist, wird noch im Verborgenen gehalten.
Obwohl wir uns auf eines verlassen können, dass „nichts verborgen ist, was nicht offenbar werden wird“ (vgl. Matth. 10:26).
Diese Welt braucht die Gnade Gottes, die auch Abraham braucht, und sie ist in Jesus Christus schon gekommen.

»Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen«
Titus 2:11

Sie bringt nicht nur Gnade, Gottes Versöhnung, sondern

»... unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf«
Titus 2:12

Und sie sagt uns auch, wie wir das machen sollen, nämlich

»... indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten.«
Titus 2:13

In der Haltung der Erwartung des Wiederkommens Jesu, also im Blick auf die Zukunft in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, können wir Abstand nehmen von den Verführungen und Begierden einer ungerechten und gewalttätigen Welt.
Ich wünsche dir, dass du Gottes Gnade in deinem Leben erlebst und sie dich in der oben beschriebenen Weise leitet.
 

Foto von Tomas Anunziata: https://www.pexels.com/de-de/foto/luftaufnahme-von-buschen-auf-sandfeld-3876435/

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01. März
2026
 Vom Ernst, Gott zu  lieben! Blog-Post Bild

Vom Ernst, Gott zu lieben!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

So achtet um eures Lebens willen genau darauf, den HERRN, euren Gott, zu lieben! Josua 23:11

Das sagt Josua am Ende seines Dienstes und auch gegen Ende seines Lebens seinem Volk, dem er Jahrzehnte vorgestanden hatte, das er im Auftrag Gottes in das verheißene Land gebracht hatte.

Sie sollen, wenn ihnen ihr Leben lieb ist, den HERRN ihren Gott lieben. Ist das viel verlangt?

Nicht wirklich. Denn lieben tun wir immer irgendwas oder irgendwen, fragt sich nur, was wirklich unserer Liebe wert ist.

Der Kontext der Aufforderung ist der, dass Josua sein Volk davor warnt etwas oder jemanden anderen als den lebendigen Gott zu lieben und sein Herz daran zu hängen.

In diesem Fall sind es die Völker und die Götter der Völker, die noch in diesem Land leben, die sie noch nicht vertrieben hatten.

Die ganze Geschichte der Landnahme Israels ist heute ein schwieriges Kapitel. Ethnische Säuberung, oder Genozid, das geht gar nicht.

Selbiges wird ja Israel in unseren Tagen vorgeworfen.

Aber sind wir ehrlich. Wenn es die „richtigen trifft“ schaut die Welt weg. Der Völkermord an den Armeniern, die ethnische Säuberung von Berg-Karabach durch Aserbaidschan, das Abschlachten der Christen in der Subsahara-Zone. Das interessiert niemanden, denn es trifft ja die richtigen, die es verdient haben, was müssen die Christen auch ihren Glauben allen anderen aufdrängen, so denken doch viele in unserer westlichen Gesellschaft. Deshalb kümmert es weder die UNO, noch die EU noch unsere Bundesregierung.

Josua warnt sein Volk davor sich mit seinen Nachbarn zu vermischen, weil das dazu führen wird, dass sie sich von dem lebendigen Gott weg, hin zu ihren Götzen wegziehen lassen. Die Geschichte zeigt, dass genau das passierte.

„Aber ist das so schlecht?“, denken viele unserer Zeitgenossen. Soll doch jeder an das glauben, was er will. „Du machst das deine, ich das meine, alles OK!“ Das führt im Fall der westlichen Gesellschaft, dazu dass wir uns jede erdenkliche Abartigkeit leisten und „noch stolz darauf sind“!

Wir nennen das Multikulti. Manche leben noch in der Illusion, dass das die westlichen Werte sind und manche von diesen denken, dass diese immer noch „die christlich-jüdischen Werte“ verkörpern, obwohl es im Kern die „Werte des aufklärerischen Atheismus“ sind.

Und dann wundern wir uns, dass die Menschen die zu uns kommen, sich mitnichten in diese Multikulti-Gesellschaft integrieren und es zu immer größeren Parallelgesellschaften kommt.

Und wir Christen lassen es zu, dass der aufklärerische Atheismus, der die westlichen Werte prägt und die ehemals „christlich-jüdischen Werte“ gekapert hat, den christliche Glauben dadurch diskreditiert und unattraktiv macht. Denn welcher aufrechte Moslem nimmt das Christentum noch ernst, das diese Abartigkeiten nicht nur toleriert, sondern sogar hofiert.

Was würden die Apostel zu dieser Situation sagen? Was berichtet die Heilige Schrift?

2. Kor. 6:14 Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen!
Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? 15 Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?

16 Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.(3.Mose 26:11+12)«

17 Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab! Spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! (4.Mose 16:26; Jes.52:11; Offenbarung 18:4) Und ich werde euch annehmen 18 und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.

 

Den HERRN, JAHWE, den Dreieinen Gott lieben heißt, ihn allein lieben, ihm allein dienen, mit allem, was wir haben und sind, mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben mögen.

Die Liebe zu unserem HERRN Jesus Christus befähige uns zu diesen Konsequenzen.

 

 

 

 

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21. Feb.
2026
Endlich reich! Blog-Post Bild

Endlich reich!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet. 2.Korinther 8,9

Unser Vers hört sich fast nach dem Rezept unserer heutigen Salonsozialisten in ihren Designerklamotten mit ihren Gucci Accessoires an. Man muss die Reichen so lange schröpfen bis auch die Armen etwas haben.
Aber das ist nur die oberflächliche Betrachtung.
Jesus war unermesslich reich. Als Gott hat er über alles verfügt was für uns vorstellbar und auch nicht vorstellbar ist. Diesen Reichtum, diese Herrlichkeit, diese Majestät und Schönheit hat er hinter sich gelassen, um als ein Mensch in der Unterschicht - Bauhandwerker hatten damals auch nicht mehr das Standing, das sie mal hatten - zur Welt zu kommen und aufzuwachsen.
Aber das beschreibt auch nur oberflächlich, was Jesu Status war. Sein Wort sagt, dass er sich erniedrigte, um als Knecht aller Knechte zu den Elendsten zu kommen und ihnen die Hand zu reichen.
Die Noblen rümpften über ihn arrogant die Nase. Aber die Elenden sahen ihm in die Augen und sahen die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes in ihnen.
Diese Güte und Menschenfreundlichkeit ging so weit, dass er für die Sünde aller Verbrecher der Welt starb, als ein Sühneopfer.
In seinem Leben, obwohl von Sünde und Sündern umgeben, beging er keine einzige Sünde. Zu keinem Zeitpunkt tat er etwas, was seinem himmlischen Vater missfallen hätte.
Das ist der Reichtum, den er entwickelte über die Zeit seines Lebens. Ein perfektes Leben in Demut und Hingabe an den Willen Gottes, bis zum freiwilligen Opfertod am Kreuz, den er erduldete, ohne ein einziges böses Wort.
Und dieses Leben kann jeder geschenkt bekommen, der bekennt, dass er ein Sünder ist und die Erlösung durch Jesus Christus braucht.
Das ist dieser Tausch, von dem unser Vers spricht.
Dieses perfekte sündlose Leben reicht aus für jeden Menschen, der es dankbar im Glauben empfängt, wissend, dass er es nie verdient hätte, es nie verdienen kann und dass es absolut für alles ausreicht.
Religion ist: Ich muss etwas für meine Erlösung tun, muss mich anstrengen, muss etwas leisten, muss Gott zufriedenstellen.
Der christliche Glaube ist: Ich kann und muss nichts zu meiner Erlösung tun, weil ich nichts dazu tun kann. Ich darf mich mit Gottes Erlösung beschenken lassen.
Und nun frage dich: Welcher Religion folge ich nach?
Und dann frage dich: Bin ich bereit, mich von Gott mit der Erlösung durch Jesus Christus beschenken zu lassen.
Ich hoffe, du entscheidest dich dafür, denn das ist das Beste, was du tun kannst. Du wirst es nie bereuen.
Gott will dich durch ein perfektes für dich gelebtes, dir geschenktes Leben reich machen.

Foto von ClickerHappy: https://www.pexels.com/de-de/foto/metall-geld-munzen-finanzen-36104/ 

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15. Feb.
2026
Vergebung - wie ist sie möglich? Blog-Post Bild

Vergebung - wie ist sie möglich?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Josefs Brüder baten ihn: Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters! 1.Mose 50,17 Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. Epheser 4,32

In unseren Versen aus dem alten Testament und dem neuen Testament geht es beide Male um Vergebung.
Im ersten Vers steht die Geschichte, des als Teenager durch seine älteren Brüder nach Ägypten verkauften Joseph, der die Traumkarriere schlechthin hingelegt hatte.
Als ausländischer Sklavenjunge, nach nicht geringem Erfolg im Haus Potiphars, durch Verleumdung in den Kerker des Pharaos geworfen, steigt er, durch Gottes Gnade, zum Stellvertreter des Pharaos auf und rettet als solcher seine ganze Familie, inklusive seiner verräterischen Brüder, in einer weitreichenden Hungersnot.
Sie haben, nach dem Tod ihres gemeinsamen Vaters Angst, dass Joseph sich nun rächt. Und dann kommt eine Aussage, die wahrscheinlich über unsere aller Vorstellung hinaus geht:

»Ihr zwar, ihr hattet Böses gegen mich beabsichtigt; Gott <aber> hatte beabsichtigt, es zum Guten <zu wenden>, damit er tue, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu erhalten. 21 Und nun, fürchtet euch nicht! Ich werde euch und eure Kinder versorgen. So tröstete er sie und redete zu ihrem Herzen.«
1.Mose 50:20+21

Der hebräische Text ist etwas knapper:
… ihr hattet Böses gegen mich beabsichtigt;
Gott hatte zum Guten beabsichtigt …
Und das ist eine Perspektive, die man nur haben kann im absoluten Vertrauen auf Gottes Souveränität, auf seine Allmacht, auf sein Allwissen und dem daraus erwachsenden Handeln, das manches zulässt, was wir oft mit seinem Charakter als inkompatibel erachten.
Warum lässt Gott das zu, dass Brüder so mit einem ihrer Brüder umgehen?
Ist das ein Gott der Liebe?
Wenn wir Gott in allem vertrauen, dann vertrauen wir ihm, dass selbst solche Ungemach seinen guten Absichten dient. Gott gebrauchte ein im Krieg verschlepptes hebräisches Mädchen dazu, dass der syrische General Naaman Heilung und Rettung erlebte, in dem es zu einem Botschafter des Gottes Israel wurde.
Naaman musste von Aussatz geplagt werden, um dem ihn heil machenden Gott der Hebräer kennenzulernen und anbeten zu können. Wie sonst wäre er zu Elisa gekommen.
Und ultimativ musste Jesus leiden, damit wir gerettet werden können. Im Kern des Evangeliums wird deutlich, dass das, was Menschen an Bösem tun wollten, Gott zum Guten nutzt.
Die Juden verkauften wieder einen der Ihren in die Hand von Fremden, wie bei Joseph.
Joseph wurde zum Retter aus der den Tod bedeutenden Hungersnot, die nicht nur seine eigene Sippe, sondern vielen Menschen in der ganzen Welt bedrohte,
Jesus wurde zum Retter aus der den Tod bedeutenden Sündennot, für sein Volk und für die ganze Welt.
Als Christen sollten wir am besten wissen, dass Gott das Böse in Gutes wenden kann, ja es nicht nur kann, sondern auch getan hat.
Er hat uns, die wir Böse waren, die wir uns aber mit Jesu Tod identifiziert haben, die in der Taufe mit ihm, in seinen Tod hineingegangen sind, neu gemacht und ein gutes Werk in uns begonnen.
Wir, vor allen anderen Menschen, haben die Ausrüstung, und die Grundlage, die Vergebung weiterzugeben, die wir empfangen haben.
Wir, vor allen anderen Menschen, sollten in der Lage sein, denen die Hand zu reichen, die es böse mit uns gemeint haben.
Deshalb sagt Jesus seinen Jüngern:

»Doch liebt eure Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen! Und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!«
Luk. 6: 35+36

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