Drei Personen ein Gott!
veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. 2.Korinther 13,13
Die Bibel ist voll von Versen und Abschnitten, in denen die Trinität erscheint. Und 2.Kor. 13:13 ist eine solche Stelle. Niemand, der nicht annehmen würde, dass Vater, Sohn, Heiliger Geist, gleichwertige Personen der Gottheit der Bibel sind, würde einen solchen Satz schreiben. Einen Satz, in dem unterschiedliche Aspekte die sich gegenseitig ergänzen so nebeneinander als Trost und Mut machendes Abschlusswort in einem Brief stehen.
Manche stellen sich allerdings heute die Frage:
Wenn Juden, Moslems, Zeugen Jehovas und viele andere Gruppen Jesu Gottheit ablehnen, warum treten wir sie, um des lieben Friedens nicht einfach in die Tonne?
Dann könnten wir doch alle in Frieden miteinander leben.
Dass dies eine Illusion ist, wird im Verhältnis Juden und Moslems deutlich. Obwohl beide Jesu Gottheit ablehnen, können sie nicht in Frieden miteinander leben und will ein Gutteil der islamischen Community den jüdischen Staat verschwinden sehen.
Nein, die Trinitiät, um des lieben Friedens willen zu opfern, führt nicht weiter.
Jesus war sich mit dem Beginn seines öffentlichen Auftretens im Klaren, dass er der Stolperstein für alle Menschen werden würde. Davon schrieb schon der Psalm 118 in Vers 22
»Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.«
Und diesen Vers bezog Jesus explizit auf sich:
»Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen"?«
Matth. 21:42
Markus hat diese Aussage ebenso in Mark. 12:10 und Lukas fügt ihr in Luk.20:18 noch eine weitere Aussage Jesu hinzu, die die Wirkung dieses Ecksteins für diejenigen deutlich macht, die sich an ihm Stoßen.
»Jeder, der auf jenen Stein fällt, wird zerschmettert werden; auf wen er aber fallen wird, den wird er zermalmen.«
Luk.20:18
Entweder Jesus mitsamt seinem Anspruch, als ewiger Gott, Mensch und Fleisch geworden zu sein, um für unsere Sünden zu sterben. Oder einen Jesus, der all das nicht ist, aber eben auch nicht der Eckstein eines Lebens, das auf einen festen Grund gebaut ist.
Wer sich an Jesus und seinem Anspruch unser göttlicher Heiland und Erlöser zu sein stößt, der hat ein Problem. Der hat nicht nur ein Problem mit Jesus, sondern auch mit dem Heiligen Geist, ohne den ein Leben in der Nachfolge Jesu nicht möglich ist.
Wer Jesu Gottheit ablehnt, lehnt auch die Gottheit des Heiligen Geistes ab und der bleibt in einem erbarmungswürdigen Zustand. Denn er hat keinen Erlöser und keinen Helfer, der ihm hilft in diesem Leben das Heilsangebot Gottes anzunehmen.
Hat Jesus von sich gesagt, dass er Gott ist?
Ja, hat er!
Wie, wann, wo?
Er hat es auf eine Weise getan, die für seine Zeitgenossen ganz offensichtlich war:
Beim Verhör vor dem hohen Rat sagt der Hohepriester:
Matth.26:63 „Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes!“
Und Jesus sagt:
Matth.26:64 „Du hast es gesagt.“
Manche, die bestreiten wollen, dass Jesus dem Hohepriester zustimmt, wollen es übersetzten im Sinne: Das hast du gesagt (- ich nicht).
Aber der Kontext ist so glasklar, dass Jesus es im bestätigenden Sinne sagt. Denn er fasst zwei Stellen aus dem Alten Testament zusammen, die seinen Anspruch noch untermauern.
„Doch ich sage euch: «Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels.»“
Jeder Jude und besonders jeder Schriftgelehrte war bekannt mit der Formulierung „die Macht“ HA GEBORAH. Das war die Umschreibung von Gott JAHWEH, dessen Namen man nicht aussprechen wollte. Die Formulierung מִפִּי הַגְּבוּרָה MIPI HAGEBORAH ist übersetzt „aus dem Mund der Macht“ und meint aus dem Mund des Gottes JAHWEH.
In demJesus sich zur Rechten „der Macht“ sitzend ankündigt, erklärt er sich zu Gott. Niemand anderes würde es wagen sich zur Rechten JAHWEHS zu setzen.
Er spielt auf Psalm 110 Vers 1 an in dem David sagt
Psalm 110:1 "Der HERR sprach zu meinem Herrn: / »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.«
Ebenso auf eine Aussage aus Daniel 7:13
Daniel 7:13 Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn.
Nur auf diesem Hintergrund ist die Reaktion der Juden verständlich:
65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: «Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört».
Deshalb wurde er von den Juden zum Tod verurteilt.
Und deshalb ist Jesu Anspruch bis heute das Ärgernis. Für die Juden ist Jesus bis heute einer, der sich anmaßte, Gottes Sohn zu sein, der Messias zu sein, der er nach ihrer Lehre nicht sein kann. Für die Moslems ist er ein Prophet, aber nicht der Sohn Gottes, weil das nicht in ihr Gottesbild von einem Gott passt.
Das Evangelium, so sagt es Paulus schon vor 2000 Jahren, ist für die Griechen eine Torheit und für die Juden ein Ärgernis. Und die Moslems haben sich dem, von den durch Juden wie Griechen beeinflussten, Doketismus (der Lehre, dass Jesus nur scheinbar gelitten hat, dass er nur scheinbar als Mensch da war) angeschlossen, ohne seine ewige Existenz ebenso anzuerkennen, welche die Doketisten durchaus vertraten.
Uns aber, die wir an das Evangelium glauben, ist es Gottes Kraft, zur Rettung der Menschen und zu einem Heil, das seine versöhnende Kraft durchaus auch schon hier entfalten kann, in dem es Menschen unter der gnädigen Herrschaft Jesu, in seinem Leib, der Gemeinde, zum Frieden führt und vereint.
Foto von Marta Wave: https://www.pexels.com/de-de/foto/altes-steingebaude-auf-grasland-5876601/Weiterlesen