Der Unterschied

veröffentlicht in Sonntagsblog

Apg. 7:59 Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60 Und niederkniend rief er mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, entschlief er.

Wenn irgendwo auf der Welt ein Koran verbrannt wird, sind Tausende Muslime auf der Straße und bekunden ihre Wut über dieses für sie blasphemische Handeln.

Wenn Christen in Nigeria in ihren Kirchen verbrannt werden, regt sich kein Fuß.

Ist das Ausdruck der den Christen eigenen Leidensbereitschaft und Friedfertigkeit, oder einfach nur Ausdruck der Gleichgültigkeit des Westens, der mal christlich war, aber inzwischen sich des Christentums schämt und es möglichst auf die Müllhalde der Geschichte entsorgen möchte.

Wirkliche Jesusnachfolger sind zu allen Zeiten, beginnend mit Stephanus, bereit gewesen, das Schicksal ihres HERRN, des Sohnes Gottes, Jesus Christus zu teilen, wenn es notwendig war. Und das sollten wir auch heute sein. Wenn wir nicht bereit sind zum Leiden und zum Opfer, dann sind wir auch nicht bereit für unseren Glauben zu leben.

Jesus sagte es schon seinen Jüngern:

Mt 10:37-38 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; 8 und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

Das Kreuz am Hals kann zum Kreuz auf dem Rücken werden. Dessen müssen wir uns im Klaren sein, je mehr die Säkularisierung zunimmt und der Hass auf die Christen sich ausbreitet durch eine immer stärker werdende Islamisierung Europas.

Aber noch haben wir, zumindest ist das der Anspruch, einen demokratischen Staat, der auf dem Grundgesetz beruht, dessen Rechte wir in Anspruch nehmen dürfen, wie die Religionsfreiheit, die Freiheit der Meinungsäußerung also der freien Rede, die damit verbundene Glaubens- und Gewissensfreiheit, Versammlungsfreiheit etc.

Noch dürfen und können wir die Instrumente des Rechtsstaates in Anspruch nehmen. Paulus zu seiner Zeit, war bereit für seinen Glauben sein Leben zu geben. Dennoch hat er sich auf sein Bürgerrecht berufen, hat sich auf die kaiserliche Rechtsprechung berufen, angesichts der jüdischen Willkürjustiz.

Wir können und sollen, so lange es möglich ist, durch Wahlen, Bürgerinitiativen und Petitionen unser Recht in diesem Land und Staat einfordern, auch wenn wir wissen, dass wir letztlich mit unseren Anliegen bei Gott allein wirklich Gehör finden werden.

Stephanus weiß in seiner Situation, dass er zu seinem Gott gehen wird und er will ein Zeugnis dieses Gottes hinterlassen, das von dessen Liebe, Gnade, Vergebung und Versöhnung spricht. Er bittet für diejenigen die ihn steinigen. Das ist etwas deutlich Anderes als der Hass der sich auf der Straße entlädt.

Und das offenbart den Geist der in den jeweiligen Gruppen herrscht.

Dass inzwischen biblische Texte, wie Johannes 3:16 als Hassrede aufgefasst werden kann, kam bisher wohl kaum jemandem in den Sinn, heißt es dort doch:

Joh 3:16; Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Machen wir uns also nichts mehr vor. Die Zeiten, in denen selbst solch „harmlose Verse“ zum öffentlichen Ärgernis werden können, machen deutlich, dass wir Christen wieder Zeiten entgegen gehen, in denen Bekennermut und Bekennerfreude und die Frucht des Geistes wie Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit, (vgl. Gal. 5:22+23) immer mehr an Wichtigkeit zunehmen.