Gottes Brot und Wasser

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 1. Könige 19,7

Elia hört dies in einer Situation der völligen Erschöpfung. Zweimal kommt der Engel, um ihn aufzufordern, etwas zu sich zu nehmen. Im Normalfall muss man nur Kranke dazu ermutigen, zu essen. Und in gewisser Weise ist Elia auch erkrankt. Er ist lebensmüde, im wahrsten Sinne. Er will nicht mehr, er will nicht mehr Gott dienen und leben. Er hat genug von der Auseinandersetzung mit Ahab und Isebel. Letztere trachtete ihm nach den Ereignissen auf dem Berg Karmel nach dem Leben. Dort war es zum Gottesurteil gekommen, bei dem sich der Gott Israels, Jahweh, als der einzig lebendige mit Feuer antwortende Gott, gegenüber Baal und seinen nutzlosen Priestern erwiesen hatte. Ein blutiges Gericht kommt über die Baalspriester woraufhin Isebel Rache schwört. Und Elia - er läuft so weit ihn seine Füße tragen.

Er soll sich nun stärken mit Brot und Wasser; nicht gerade eine Energiebombe.

Aber er erlebt eine übernatürliche Speise, oder eine Speise die übernatürliches in ihm bewirkt.

Er geht mit dieser Stärkung 40 Tage und Nächte bis zum Berg Horeb, dem Berg Gottes. Dort klagt er Gott sein ganzes Elend, worauf Gott ihn neu ausrichtet, ihm eine Perspektive gibt und er mit neuer Zuversicht nach Hause geht.

Brot und Wasser sind wirkliche Subsanzen, sie können uns am Leben erhalten. Aber sie sind auch Symbole für eine Realität die über das Irdische hinausgehen. Brot, das vom Himmel kam, hat schon das Volk Israel in der Wüste am Leben erhalten. Das Wasser, das aus dem Felsen sprudelte, nach dem er von Moses Stab berührt wurde, stillte den Durst eines ganzen Volkes.

Jesus spricht von Sich, als dem Brot des Lebens und er spricht von einem Wasser, das er geben kann, nach dessen Genuss man nicht mehr Durst haben würde. Wer Jesus Christus, den Erlöser in sein Leben aufnimmt, ihn, im Bild gesprochen, wie Brot isst, das er uns im Abendmahl anbietet, d.h. ihn zu einem integralen Teil des eigenen Lebens macht, der empfängt auch das Wasser, nach dessen Genuss man nie mehr durstig ist, das Wasser des Heiligen Geistes.

Übernatürlich genährt kann auch Übernatürliches in unserem Leben geschehen. Wichtig ist, dass die Quelle der übernatürlichen Ernährung die richtige ist, dass es Jesus der Christus ist, der für dich und mich am Kreuz gestorben ist.

Jesus kündigt an, dass eine Zeit kommen wird, in der Übernatürliches wieder passieren wird, neben dem göttlichen Übernatürlichen. Gespeist aus der Quelle des Antichristen, werden wir in Zukunft Zeichen und Wunder sehen, die die Gläubigen verführen sollen.

Wir müssen wissen, wer uns zum Essen und Trinken auffordert, ob diese Speise uns zum biblischen, „dreieinigen Gott, Vater Sohn und Heiliger Geist“, oder zur Mutter, Tochter und Heiligen Geistin führt.

Der Geist Isebels hat die Kirchen infiltriert und verführt sie mit wohlklingenden schmeichelnden Worten und dem Versprechen die Zeitgenossen zu erreichen.

Wehe uns, wenn wir ihm auf den Leim gehen.

Die Offenbarung spricht in Kap. 2:20 von einer gleichnamigen Frau, die demselben Geist folgt:

„Aber ich habe gegen dich, dass du Isebel duldest, diese Frau, die sagt, sie sei eine Prophetin, und lehrt und verführt meine Knechte, Hurerei zu treiben und Götzenopfer zu essen.“
Off 2:20 (Lu84)

Heute werden vielleicht keine Götzenopfer dargebracht im eigentlichen Sinne. Aber dem Götzen der freien ungehemmten Liebe werden Millionen von Kindern geopfert. Werden die „Ehe von Mann und Frau“ geopfert und die „Ehe für alle“ propagiert. Hunderttausende Kinder und Jugendliche werden in den Transgenderwahn getrieben - immer mehr auch in den großen Kirchen. Und wann wird es auch die kleinen, die freien Kirchen erreichen?

Der Baalskult 1, gegen den Elias’ Kampf sich im Auftrag Gottes richtete hatte ein Element, das an allen Orten, an denen er stattfand, gleichermaßen praktiziert wurde. Von dieser Praxis berichten sowohl Diodorus Siculus 2 , als auch Plutarch. Letzterer schreibt:

„Die Karthager opferten ihre eigenen Kinder vollkommen wissentlich und ohne Tränen dem Kronos 3 . Wer keine eigenen Kinder hatte, kaufte welche von den Armen und schlachtete sie wie Lämmer oder Vögel; die Mutter aber stand dabei, ohne zu seufzen oder zu weinen.“ 4

Wir erschrecken über die Brutalität dieser Praktiken und das zurecht, wenn wir uns genau so erschrecken darüber, was in unserer Zeit mit unserem Wissen geschieht.

Wir werden nur in der Lage sein den Geist Isebels und ihr Treiben zu erkennen, wenn wir uns zu hundert Prozent vom Wort Gottes und zu hundert Prozent von unserem Herrn Jesus Christus durch den Heiligen Geist leiten lassen. Dann werden wir in der Versuchung und Verführung die Wahrheit von der Lüge unterscheiden und mutig zur Wahrheit stehen können, ohne uns vor Isebel zu fürchten.

 

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1  Sie haben die Höhen des Baal gebaut im Tal Ben-Hinnom, um ihre Söhne und ihre Töchter für den Molek durchs Feuer gehen zu lassen, was ich ihnen nicht geboten habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist, dass sie einen solchen Gräuel verüben sollten…“ Jeremia 19:5

2  Diodorus Siculus, Bibliotheca Historica, Buch 20, Kapitel 14, Abschnitt 6 (Diod. Sic. 20, 14, 6). :„Es gab bei ihnen eine bronzene Statuengestalt des Kronos mit nach oben geöffneten, geneigten Händen, so dass das darauf gelegte Kind hinabrollte und in eine mit Feuer gefüllte Grube fiel.“

3  Baal-Hammon bei den Phöniziern

4  Plutarch, De superstitione (Über den Aberglauben), Kapitel 13 / Moralia 171D