Die Zeichen der Zeit!
veröffentlicht in Sonntagsblog
Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 2.Korinther 4,8
Regelmäßig und immer häufiger sind ähnliche Überschriften zu lesen
•„ARD: Radikale Christen in Deutschland · Kreuzzug von rechts
•Deutschlandfunk: Radikale Christen und die Lebensschutz-Bewegung
•Domradio: Laut Soziologin sind radikale Christen durch Vereinfachung erfolgreich "Differenzierte Positionen werden verdrängt"
•Monitor /WDR: Radikale Christen auf dem Vormarsch?
•Spiegel TV: Radikale Christen - Hass im Namen des Herrn
•DW: AfD und radikale Christen: Traum von anderer Gesellschaft
•ARD: Wie die AfD das Christentum für sich nutzt
•Deutschlandfunk: Die „Lebensschützer“ Wie radikale Christen die Politik beeinflussen“
In dem Artikel „Evangelikale Lobby - Wenn radikale Christen den Schnitt diktieren“ berichtet die TAZ darüber, dass Spiegel TV in oben genannten Beitrag, Teile des Betrags herausgeschnitten habe, weil es vor den Evangelikalen eingeknickt sei. Beschwerden des ICF München gegen den Beitrag, in dem die Autoren im genannten Beitrag dem ICF vorwarfen „gegen Abtreibung gehetzt“ zu haben, hatten wohl die erhoffte Wirkung. Die TAZ berichtet darüber, und schreibt:
„Das rechts-evangelikale Magazin „Idea“ hat zu der Causa den Pressesprecher der ICF befragt. Der sieht die erfolgte Löschung als Ermutigung, „auch künftig entsprechend auf eine etwaige Berichterstattung zu reagieren, wenn es notwendig“ sei. Ein Eins-zu-null gegen den kritischen Journalismus.“
IDEA ist ein evangelikales Nachrichtenmagazin, es aber als rechts zu framen, heißt es in die rechte politische Ecke zu stellen, und das ist bei vielen (leider auch bei evangelikalen Christen) dann schon rechtsradikal, weil rechts ja schon bedenklich ist.
In den Bundestagsnachrichten vom 1.6.26 ist zu lesen
Inneres — Kleine Anfrage — hib 441/2026 Christlicher Fundamentalismus mit Extremismus-Bezügen - Berlin: (hib/STO) „Mögliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus in Deutschland“ thematisiert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (21/6166). Darin erkundigt sie sich unter anderem danach, welche Erkenntnisse der Bundesregierung zu Umfang, Struktur und Gefährdungspotenzial christlich-fundamentalistischer Milieus mit Bezügen zum Extremismus in Deutschland vorliegen.
Der Tagesspiegel schreibt dann zur Antwort der Regierung auf diese Anfrage:
„Religiöser Deckmantel für Extremismus: Verfassungsschutz beobachtet AfD-Kontakte von christlichen Influencern.“ Der Verfassungsschutz beobachtet Gruppen, die christliche Motive nutzen, um extremistische Ideologien zu verbreiten. Teilweise soll es Verbindungen zur AfD geben, erklärt die Bundesregierung.
Wenn man diese Überschriften und Signale sieht, dann sollte uns das bedenklich stimmen. Der Ton und die Einordnung der Christen, mit denen auch wir gemeint sind, wird rauer und schroffer.
Inhalte wie Lebensschutz, Ehe nach biblischen Maßstäben und einem entsprechenden Rollenverständnis, Erziehung entsprechend dem biblischen Menschenbild, klare Verkündigung des Evangeliums mit dem Aufruf zur radikalen Umkehr und Ausstrecken nach dementsprechend verändertem Lebensstil, sind verdächtig, rechtsradikal zu sein.
Die Staatsreligion und -ideologie der „Wokeness“ und der „Political Correctness“ verträgt es nicht, wenn ihr widersprochen wird. Widerspruch ist demokratiegefährdend. (Erkennt jemand hier ein Problem?)
Wir können nun, wie dies viele zu Coronazeiten getan haben, den Staat, entsprechend Römer 13, zur alles rechtfertigenden von Gott ja eingesetzten Institution machen, und uns willig dem unterordnen, oder für uns entscheiden: Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.
Der Staat mag unsere Steuern haben, wir halten uns an die Gesetze, wie z.B. Straßenverkehrsordnung etc.
Aber, Gott allein ist HERR meines Glaubens, meines Gewissens, meiner Werte und den daraus resultierenden Handlungen. Der dreieinige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist ist allein die Autorität, wenn es um ethisch- moralische Werte geht. Und wenn er in seinem Wort diese klar definiert, dann kann kein Staat und kein Kanzler und kein Präsident, keine Verfassung und ihre Gerichtsbarkeit von uns etwas anderes verlangen dürfen. Sie mögen es versuchen, aber als Christen beugen wir unsere Knie nur vor dem dreieinigen Gott.
Und das kann uns in die Situation bringen, von der auch Paulus schreibt:
»Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36 Wie geschrieben steht: "Deinetwegen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden." 37 Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.«
Röm 8:35-37
Die Bedrängnis kann von staatlicher, gesellschaftlicher und sogar religiöser Seite kommen. Ja sogar von denen, die eigentlich für uns sein sollten, die christlichen Kirchen. Aber, wir sind in dem allem weder alleine noch auf der Verliererstraße. Unser Weg ist vorgezeichnet, wir werden mit Jesus in der Ewigkeit sein, selbst wenn wir hier verfolgt werden.