Wenn der Regen ausbleibt ...
veröffentlicht in Sonntagsblog
Sie litten keinen Durst, als der HERR sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen. Jesaja 48,21
Wasser wird zunehmend auch für uns etwas immer Wichtigeres. Das erkennen wir in diesem Sommer. Wenn das Wasser nicht mehr dahin kommt, wo es hin soll, dann vertrocknet alles und dann stellt sich die Frage:
Wer oder was ist schuld daran, dass wir immer weniger Regen bekommen? Der Klimawandel ist natürlich die Antwort. Aber die Frage ist: Gab es in der Vergangenheit, vor dem Klimawandel der Neuzeit schon Trokenperioden?
Die Antwort ist ein klares Ja!
In der Spätantike (ca. 530–570 n. Chr.) - „Der Himmel hat seine gewohnte Farbe verloren... die Sonne spendet ihr Licht ohne Helligkeit. Die Jahreszeiten scheinen verwirrt, und die Erde trocknet aus, sodass die Hoffnung auf die Ernte schwindet.“ — Cassiodor, Variae, XII, 25.
Im Hochmittelalter (ca. 980–1000 n. Chr.) - „In diesem Jahr war die Hitze so übermäßig und die Dürre so lang andauernd, dass die Erde Risse bekam, die Brunnen und Bäche versiegten und die Wälder an vielen Orten von selbst in Brand gerieten.“ — Annales Quedlinburgenses, ad a. 994.
Bei der europäischen Transkontinental-Dürre (1304–1306 n. Chr.) - „Der Sommer war von einer solchen Dürre und Glut erfüllt, dass die Ernte auf den Feldern vor der Reife vertrocknete. Der Rhein und andere große Ströme wurden so seicht, dass man an vielen Stellen zu Fuß hindurchgehen konnte.“ — Chronica Ecclesiae Erfordensis / Matthias de Nuemburg, ad a. 1304.
Megadürre von 1540 („Das Jahr ohne Regen“) - „Es hat in elf Monaten schier gar nicht geregnet... Bäche und Brunnen versiegten überall, die große Elbe, der Rhein und die Seine waren so klein, dass man trockenes Fußes hindurchging. Das Vieh starb auf den Weiden vor Durst, und die Erde riss mannstief auf.“ — Sebastian Münster, Cosmographia (1544) & Solothurner Chronik von 1540.
Sommertrockenheiten der Frühen Neuzeit (1473, 1665 & 1718/19) - „Die Sonne brannte so gewaltig, dass die Bäume im Wald verdorrten und von selbst Feuer fingen. Der Rauch stand wochenlang so dicht über dem Land, dass man die Sonne nur noch als roten Ball sah.“ —Graf Froben Christoph von Zimmern, Zimmerische Chronik (Band 1, Kap. 86).
Moderne Dürrephasen (1921, 1947) die durch Niederschlagsmangel gekennzeichnet waren.
Aber auch im Vorchristlichen Jahrtausend sind Dürreperioden bekannt
In Kleinasien in der Späten Bronzezeit (die war von 1250-850 v.Chr.), in Griechenland (ca. 760–750 v. Chr.) und in Europa in der Hallstattzeit (ca. 850–500 v. Chr.) um das Jahr 600 v.Chr.
Die Bibel kennt diese Zeit auch, denn zur Zeit Elias sehen wir, dass in Israel 3 Jahre lang kein tropfen Wasser fiel. Das war Gottes Gerichtshandeln an Israel, das durchaus in die oben erwähnten Trockenperioden fallen kann.
Hat dann Gott wegen seines Volkes Israel die ganze Welt leiden lassen? Ja und nein. Denn die Heiden wurden um ihrer eigenen Schuld willen gerichtet, von der sie genügend auf sich luden.
Wie können wir dann wissen, dass Gott überhaupt der Urheber war. Weil wir den biblischen Bericht haben, dass er es in Israel war. Und was für Israel gilt, gilt für die ganze Welt. Der Gott der Bibel ist ein universaler Gott, kein Volk nur eines Volkes oder eines Landes oder einer Gegend. Er hat die ganze Welt gemacht und alle Menschen sind ihm Rechenschaft schuldig und wenn sie sich ihm verweigern, dann findet er Mittel und Wege, seinen Willen kund zu tun - auch den Heiden.
Das israelische Nordreich unter Ahab war völlig dem Götzendienst des Baals verfallen. Die Willkürherrschaft, der Machtmissbrauch, die Ungerechtigkeit und Gewalttätigkeit, unter denen besonders die Schwachen und auch die, an den Gott der Bibel Glaubenden, zu leiden hatten, waren die Konsequenz. Und Gott sah diesem Treiben nicht länger zu. Er entschied, dass er sein Volk disziplinieren und es an seinen Gott, welcher der Herr der Elemente war, erinnern muss. Das Gottesurteil am Berg Karmel war der Höhepunkt seines Handelns.
Könnte es sein, dass Gott Europa anschaut und sagt genug ist genug. Abtreibung bis zum Ende der Schwangerschaft, Lug und Betrug durch die Spitzenpolitiker, hemmungslose Promiskuität, Homosexualität, Bisexualität und Transsexualität, die daraus folgende Lasterhaftigkeit und Koketterie mit der Unmoral und die gönnerhafte Unterstützung selbst durch die Geistlichkeit ist genug.
Könnte es sein, dass er uns eine Warnung, ein Halt, ein „Nicht weiter so“ schickt.
Nur wer hört ihn, wenn nicht einmal die ernsthaften, wiedergeborenen, bibelgläubigen Christen wagen, darauf aufmerksam zu machen.
Denn nicht einmal das Offensichtliche wird mehr wahr genommen. Die Kausalität zwischen einer sehr archaisch gesetzlichen Religion (und da rede ich nicht vom Christentum) und den blutig, tödlichen Gewalt-Delikten und – Exzessen, wird bewusst nicht mehr wahrgenommen.
Es braucht Männer wie Elia oder auch Johannes den Täufer, die nicht schweigen!
Aber wo sind sie?